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Die alte Kulturstadt Suzhou befindet sich im Süden des Yangtse-Deltas(长江三角洲), am Taihu-See(太湖), in der Provinz Jiangsu.
In alter Zeit wurde Suzhou als Pingjiang(平江)und Gusu(姑苏)bezeichnet. Im Jahre 415 v. Chr. machte He Lü, König des Staates Wu während der Frühlings- und Herbstperiode (770-476 v. Chr.),
Suzhou wird von alters her die "Heimat von Fisch und Reis"(鱼米之乡)genannt. Handel und Kultur waren hier früh entwickelt. Architektur, Kunsthandwerk, schöne Künste und Malerei haben in
Im Laufe der langjährigen Geschichte haben sich zwei Arten von chinesischen Gärten herausgebildet, nämlich Hofgärten(皇家园林)und die Privatgärten der Zivilbevölkerung(私家园林). Diese beiden Arten unterscheiden sich wegen ihrer Entstehungsgeschichte sowohl architektonisch als auch stilistisch(风格上)sehr stark. Also, während der Hofgarten großartig und künstlich sehr übertrieben (夸张)gestaltet ist, sind die wichtigsten Merkmale des Privatgartens seine raffinierte Struktur(精致), die dezente Eleganz(典雅)und der Realitätssinn.
Die Gartenbaukunst in
Heute sind in
Der Zhuozheng-Garten wurde während der Ming-Zeit auf dem Gelände eines privaten Gartens aus der Östlichen Jin-Zeit (317-420) angelegt. Er ist der grö ßte unter Suzhous Gärten und zugleich ein Meisterstück der Gartenbaukunst südlich des Yangtse(江南). Die gesamte Anlage lässt sich in drei Teile untergliedern. Im Garten sind überall Terassen(梯地), Teiche (池塘), Hügel, Brücken und Wandelgänge(复廊)zu sehen.
Der Liuyuan-Garten wurde in der Ming-Zeit erbaut und hieß ursprünglich Villa Hanbi(寒碧山莊). Während der Qing-Zeit wurde er neu angelegt und erhielt seinen jetzigen Namen. Die Anlage ist geschickt unterteilt, so dass vier Szenerien (景色)-- Mittel-, Ost-, West- und Nordteil entstanden. Im Mittelteil dominieren Wasser und Hügel(以山水为主), während im östlichen Teil schön gestaltete Wandelgänge mit Höfen verbunden sind. Im westlichen Teil sind natürliche und im nördlichen Teil idyllische Landschaftsszenerien(鄉野風光)angelegt. Die Gipfel Guanyun (冠雲峰von Wolken gekrönter Gipfel), Ruiyun(瑞雲峰)und Youyun(岫雲峰)konzentrieren sich im östlichen Teil.
Der Wangshi-Garten wurde in der Qing-Zeit auf dem alten Gelände der Hunderttausend-Bände-Halle (万卷堂Wanjuan Tang) aus der Südlichen Song-Zeit (1127-1279) neu angelegt. Er gliedert sich in einen östlichen, einen mittleren und einen westlichen Teil. Auf dem Gelände der Huanxiu-Villa dominieren künstlich angelegte Berge(假山).
Der Grund, warum sich die Privatgärten gerade hier konzentriert hatten, liegt wohl darin: Am südlichen Unterlauf
Selbstverständlich sind die natürlichen Vorraussetzungen und die finanzielle Kraft nicht die einzigen entscheidenden Faktoren für die historische Prosperität(繁荣)des Suzhou-Gartens. Und die gute kulturelle Entwicklung der Stadt und seiner Umgebung hatte auch die Gartenkunst gefördert.
Die Gärten Suzhous weisen einen natürlichen Stil auf, dies nennt man auch "Stadtbergwald"(城市山林). Die Architekten dieser Gärten konnten sich nicht von den materiellen Voraussetzungen der kulturellen Stimmung der einfachen Städte und Dörfer lösen. So kam es, dass sie neben den Behausungen stets Gärten anlegten(宅园合一), die von ihrer Struktur her die Elemente Gebirgswasser(山水), Blumen und Bäume sowie Gebäude enthielten. All diesen architektonischen Kunstwerken war aber ein und dasselbe Prinzip zugrundegelegt, nämlich das Streben nach einer Einheit und Harmonie(融为一体)zwischen Natur und Mensch, der Wunsch nach Verschönerung und Vervollkommung(完美). Auch Poesie und Malerei fanden sich in der Gartenbaukunst widergespiegelt wie auch philosophische Strömungen(哲学流派), kulturelles Bewusstsein und ästhetisches Empfinden(美感). Man kann demnach sagen, dass die Gartenbaukunst in Suzhou ein Kleinod(珍宝)einer allumfassenden Geschichte darstellt, die Kultur und Kunsthandwerk beinhaltet. Mit Hilfe verschiedener Techniken wird Leere in einem Garten vorgespiegelt. Kleines erscheint groß, ein interessanter künstlerischer Effekt. Dabei erwecken die künstlich angelegten Hügelgruppen(假山群)oft den Eindruck, als seien sie natürlich.
Da der Garten in Suzhou zugleich als Wohnsitz des Besitzers diente, kann man an der Möbelausstattung, den Wohnungsdekorationen(陈设)und der architektonischen Aufteilung sehr gut die Lebensweise und den kulturellen Geschmack des Besitzers erkennen. Deshalb sind die Gärten in Suzhou auch für die Erforschung der Folklore und Riten(民俗风情) der Menschen in dieser Gegend von großer Bedeutung.
Infolge von Kriegen und natürlichen Katastrophen im Laufe der Geschichte wurden viele Gärten in
In den Jahren 1997 und 2000 wurden 9 Suzhou-Gärten als eine Gesamtekulturstätte(整体文化遗址) in die UNESCO-Liste der Weltkulturerbeliste aufgenommen. Seither haben die Lokalregierung und die betreffenden Verwaltungsämter der Stadt ihre Maßnahmen zum Schutz der Gärten verstärkt. |

