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Wei belagern, um Zhao zu retten
Besiege Wei to Rescue Zhao
wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte
Steht ein starker Partner kurz davor, einen Schwächeren zu besiegen, kannst Du, als Dritter, auch Deinen »Teil vom Kuchen« abbekommen. Und Dir oft sogar zusätzlich noch einen guten Ruf verschaffen, indem Du Dich nach aussen hin auf die Seite des Schwächeren stellst und den Stärkeren angreifst. Auf diese Weise erhältst Du auch grossen Einfluss auf den schwachen Partner. Ohne jedoch das Stigma auf Dich zu laden, so eine Situation schamlos ausgenützt zu haben. |
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Mit dem Messer eines anderen töten
Kill with a Borrowed Knife
Deinen Gegner durch fremde Hände ausschalten
Du selber gehst nicht direkt gegenDeinen Gegner vor
oder, ganz clever, beide sich gegenseitig wie zB. "Das tapfere Schneiderlein"
...In einem Walde seines Landes (eines Königs) hausten zwei Riesen, die mit Rauben, Morden, Sengen und Brennen grossen Schaden stifteten, niemand dürfte sich ihnen nahen, ohne sich in Lebensgefahr zu setzen. Wenn er diese beiden Riesen überwände und tötete, so wollte er ihm seine einzige Tochter zur Gemahlin geben und das halbe Königreich zur Ehesteuer; auch sollten hundert Reiter mitziehen und ihm Beistand leisten. Das wäre so etwas für einen Mann, wie du bist, dachte das Schneiderlein, eine schöne Königstochter und ein halbes Königreich wird einem nicht alle Tage angeboten.
"O ja" gab er zur Antwort, "die Riesen will ich schon bändigen und habe die hundert Reiter dabei nicht nötig; wer siebene auf einen Streich trifft, braucht sich vor zweien nicht zu fürchten."
Das Schneiderlein zog aus, und die hundert Reiter folgten ihm. Als es zu dem Rand des Waldes kam, sprach es zu seinen Begleitern: "Bleibt hier nur halten, ich will schon allein mit den Riesen fertig werden."
Dann sprang er in den Wald hinein und schaute sich rechts und links um. über ein Weilchen erblickte er beide Riesen: Sie lagen unter einem Baume und schliefen und schnarchten dabei, dass sich die Äste auf und nieder bogen. Das Schneiderlein, nicht faul, las beide Taschen voll Steine und stieg damit auf den Baum. Als es in der Mitte war, rutschte es auf einen Ast, bis es gerade über die Schläfer zu sitzen kam, und liess dem einen Riesen einen Stein nach dem andern auf die Brust fallen. Der Riese spürte lange nichts, doch endlich wachte er auf, stiess seinen Gesellen an und sprach: "Was schlägst du mich?"
"Du träumst" sagte der andere, "ich schlage dich nicht."
Sie legten sich wieder zum Schlaf, da warf der Schneider auf den zweiten einen Stein herab.
"Was soll das?" rief der andere. "Warum wirfst du mich?"
"Ich werfe dich nicht" antwortete der erste und brummte.
Sie zankten sich eine Weile herum, doch weil sie müde waren, liessen sie's gut sein, und die Augen fielen ihnen wieder zu. Das Schneiderlein fing sein Spiel von neuem an, suchte den dicksten Stein aus und warf ihn dem ersten Riesen mit aller Gewalt auf die Brust.
"Das ist zu arg!" schrie er, sprang wie ein Unsinniger auf und stiess seinen Gesellen wider den Baum, dass dieser zitterte. Der andere zahlte mit gleicher Münze, und sie gerieten in solche Wut, dass sie Bäume ausrissen, aufeinander losschlugen, so lange, bis sie endlich beide zugleich tot auf die Erde fielen.
Nun sprang das Schneiderlein herab. "Ein Glück nur" sprach es, "dass sie den Baum, auf dem ich sass, nicht ausgerissen haben, sonst hätte ich wie ein Eichhörnchen auf einen andern springen müssen: Doch unsereiner ist flüchtig!" Es zog sein Schwert und versetzte jedem ein paar tüchtige Hiebe in die Brust, dann ging es hinaus zu den Reitern und sprach: "Die Arbeit ist getan, ich habe beiden den Garaus gemacht; aber hart ist es hergegangen, sie haben in der Not Bäume ausgerissen und sich gewehrt, doch das hilft alles nichts, wenn einer kommt wie ich, der siebene auf einen Streich schlägt."
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